Un viaje a Barcelona

von Jonathan Nimz

Es war noch tief schwärzeste Nacht als sich eine Handvoll junger Menschen auf den Weg machte, um den Flughafen Schönefeld bei Morgengrauen zu erreichen.

Die noch im Halbschlaf versunkene Gruppe vor dem easy-jet-Schalter wuchs stetig an. Nach dem ersten Securitycheck begann die Ernährungsumstellung. Erkenntnis des Tages: Zermalmtes Rind in ultra-weiss gebleichtem Brot schmeckt um 06:00 genauso wenig wie sonst wann...

Doch nur wenige Minuten später begannen, mit Durchbrechen der Wolkendecke, fünf Tage voll spanischer Sonne, begann eine Zeit voller Ausgelassenheit und Stunden über Stunden, in denen wir ausschließlich zu Fuß, doch immer guten Mutes, die wunderschöne Stadt Barcelona erkundteten.

Zwischen Touristen-Attraktionen wie der sagrada familia (der von Gaudí entworfenen Kathedrale), dem Parque Güell (einer riesigen Parkanlage, entworfen vom gleichen Herren), der Jahrhunderte alten Festung auf dem Mont Juic und einer Stadtrallye oder anderen peinlich-verrückt-spaßigen Aufgaben drängten sich unaufhaltsam und immer wieder die typischen bocadillos.

Trotz der Anstrengungen ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, auch das spanische Nachtleben kennenzulernen, mit dem Ergebnis, dass cerveza ein grandioser Aufhänger ist, um Einheimischen ein Gespräch auf gebrochenem Castellano aufzudrängen.

Glücklich und zufrieden, wenn auch müde, kehrten wir an einem Freitag Vormittag zurück ins kalte, ungemütliche Berlin, wo wir uns die schöne Zeit noch einmal in Erinnerung riefen, als wir unsere in Barcelona spielenden Fotostorys zusammenstellten.