Vor kurzem haben wir mit unseren parallel liegenden Wahlkursen Kunst des 8. Jahrgangs die wunderbaren Möglichkeiten des Kunstforums genutzt, um kleine Einblicke in die Technik des japanischen Farbholzschnittes zu bekommen.

Darüber hinaus konnten die Schüler in einem Workshop anhand der sehr vereinfachenden Drucktechnik des Linolschnittes ein Hochdruckverfahren in eigener Arbeit nachvollziehen. Es hat viel Spaß gemacht mit nur wenigen Schnitten ein kleines Selbstportrait anzufertigen. In der Flüchtigkeit lag der besondere Reiz.
Die im Kunstforum ausgestellten Farbdrucke stammten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und waren am Anfang des 20. Jahrhunderts von kunstverständigen Sammlern für die Kunsthalle Bremen erworben worden. Dies war für unseren Kulturbereich eine Sensation und eine Kostbarkeit, denn die japanische Kunst war hierzulande noch ziemlich unbekannt und übte nun einen starken Einfluss auf europäische Künstler aus. Welche große Kunstfertigkeit setzte diese Kunstform voraus, um aus teilweise dutzenden von Druckvorgängen diese mehrfarbigen Bilder zu fertigen! Bei den Motiven waren wir vor allem von den expressiven, karikaturartigen Gesichtsausdrücken der dargestellten japanischen Schauspieler oder Gestalten aus alten Legenden fasziniert. Im Team haben unsere Schüler die Aufgabe gestellt bekommen, zu ausgewählten Bilddarstellungen Geschichten zu erfinden und uns diese dann zu präsentieren. Es überraschte uns, wie Phantasie anregend das war und welch erstaunliche Ergebnisse zustande kamen.