Die Sekundarstufe I, auch Mittelstufe genannt, schließt sich an die sechsjährige Grundschule (der Primarstufe) der Berliner Schule an. Sie umfasst die Klassen 7 bis 10.
Die folgende Sekundarstufe II (Oberstufe) umfasst die Klassen 11 bis 13.

Die Sekundarschule vereint alle Schüler unabhängig von ihrer Bildungsgangempfehlung unter einem Dach in gemeinsamen Klassen. Die unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen werden durch Differenzierung in einzelnen Fächern und durch ein besonderes Wahlfachangebot gefördert. Weil Schüler in unterschiedlichen Fächern auch unterschiedliche Kurse besuchen können, wird den individuellen Begabungen besser Rechnung getragen. Erst am Ende der 10. Klassen entscheidet sich der Abschluss bzw. der weitere Weg:

  • Ein erfolgreiches Bestehen der Prüfungsarbeiten und der Jahrgangsleistungen führt zur erweiterten Berufsbildungsreife.
  • Schülerinnen und Schüler, die die nötigen Voraussetzungen erfüllen, können sich den Prüfungen für den Mittleren Schulabschluss (MSA) stellen. Informationen zum aktuellen MSA finden sie im Menü an der linken Seite
  • Wer den Mittleren Schulabschluss erreicht und einige weitere Bedingungen erfüllt hat, kann zur Oberstufe wechseln und dort das Abitur anstreben.

Die Sekundarschule bietet neben dem Abitur in 12 Jahren weiterhin den Weg zum Abitur in 13 Jahren an. Wir haben dadurch mehr Zeit für die Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe und unterliegen nicht so stark wie die Gymnasien dem Druck durch die komprimierten Lehrpläne. Auch Schüler mit knapper Gymnasialempfehlung haben so eine faire Chance das Abitur abzulegen.

Weil Schüler aller Niveaustufen aufgenommen werden, gibt es bei der Aufnahme der Schüler in den 7. Klassen (anders als bei Gymnasien und Realschulen) kein Probehalbjahr! Das heißt, dass die Klassenzusammensetzung sehr stabil ist und dass unsere Schülerinnen und Schüler auch nach dem ersten Schulhalbjahr mit ihren Klassenkameraden die Schulbank „drücken” dürfen.

Die Schülerinnen und Schüler werden in vielen Fächern in Klassenverbänden in eigenen Klassenräumen unterrichtet. Alle Klassen eines Jahrganges sind auf je einem Gang des neuen Schulgebäudes untergebracht. Naturwissenschaftlicher Unterricht, Musik, Kunst usw. werden in den entsprechenden Fachräumen durchgeführt.

Im Wahlpflichtunterricht werden die Schülerinnen und Schüler in ihren Neigungsfächern unterrichtet. In den Jahrgängen 7 und 8 werdem dem Schulprofil zufolge zwei Fächer gewählt, für die Jahrgänge 9 und 10 erfolgt am Ende der 8. Jahrgangsstufe eine Neuwahl, die Schüler/innen für jeweils ein bzw. zwei Jahre festlegt. Der Einstieg in die zweite Fremdsprache ist im Jg 7 oder 11 möglich. Die am Ende der Jahrgangsstufe 9 neu zu treffende Wahlpflichtentscheidung dient der Vorbereitung auf das Berufsleben, verbunden mit einem Betriebspraktikum, oder der Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe.

Leistungsdiffernzierter Unterricht (LDU)

Je nach Klassenstufe werden die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik, ab der neunten Klasse dann auch Biologie, Chemie und Physik für die Schülerinnen und Schüler nach ihrem individuellen Leistungsniveau differenziert unterrichtet:

  • In Grundkursen (G) fördert die Carl-Zeiss-Schule die Schülerinnen und Schüler : Der Unterrichtsstoff wird in vereinfachter Form und mit höherem Übungsanteil gelernt.
  • In Erweiterungskursen (E) fördert und fordert die Carl-Zeiss-Schule die Schülerinnen und Schüler : Es werden höhere Anforderungen an Lerntempo, Selbstständigkeit und Aufgabentiefe gestellt.

Zum Halb- und Schuljahresende wechseln die Schüler je nach Leistung die Kurse. Für einen Aufstieg in den E-Kurs sind im G-Kurs in der Regel 10 Punkte nötig (jedoch können Fachleiter/Fachbereichsleiter auch ab 7 Punkten einen Aufstieg entscheiden), wer im E-Kurs dagegen 3 Punkte oder weniger erreicht, wechselt in der Regel in den G-Kurs (jedoch kann bereits bei 6 Punkten oder weniger auf Abstieg entschieden werden). Bei der erstmaligen Einteilung haben die Eltern die Möglichkeit, ihren Wunsch zu äußeren. In der Jahrgangsstufe 9 gilt, dass SchülerInnen mit weniger als 5 Punkten aus dem E- Kurs absteigen und ab 7 Punkten aus dem G-Kurs aufsteigen. Der genaue Beginn der Differenzierung wird durch die Fachbereiche und die Schulkonferenz festgelegt.

Punkte und Zensuren

An der Sekundarschule werden Leistungen mit Punkten bewertet, die den Zensuren je nach Kurszugehörigkeit wie folgt entsprechen (vereinfacht):

Punkte 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
Zensur allg. 6 5- 5 5+ 4- 4 4+ 3- 3 3+ 2- 2 2+ 1- 1 1+
Zensur E E6 E5 E5 E5 E4 E4 E4 E3 E3 E3 E2 E2 E2 E1 E1 E1
Zensur G G6 G5 G5 G4 G4 G3 G3 G2 G2 G2 G1 G1 G1