Latein wird nicht mit dem Ziel der aktiven Sprachbeherrschung in Wort und Schrift gelehrt, sondern gibt einen Einblick in die allgemeine Struktur und Aussagefähigkeit einer Sprache.

 

Im Vordergrund steht deshalb zunächst der Sprachunterricht, um verlässliche Grundkenntnisse für den späteren Lektüreunterricht zu schaffen. Die Sprachbetrachtung erfolgt grundsätzlich lateinisch-deutsch.

Weitere Schwerpunkte des Lateinunterrichts sind:

  • Übersetzung und Interpretation von Originaltexten römischer Schriftsteller.
  • Vermittlung von Grundkenntnissen typischer Teilbereiche der antiken Welt (Kunst, Architektur, Philosophie, Wissenschaft, Staat, Politik , Alltagsleben), Hervorhebung der Bedeutung Roms für die Entwicklung der abendländischen Welt. Gemeinsame Besuche von Museen und Ausstellungen können geplant werden.
  • Bewusstmachung der Bedeutung des Lateinischen als Basissprache für die modernen europäischen Sprachen sowie als Reservoir für die Bildung von Fachbegriffen aus Natur, Technik und Gesellschaft. Begriffserklärung der zahlreichen Fremd- und Lehnwörter im Deutschen mit Hilfe des Lateinischen.

Lateinbeginn in Klasse 7 als Wahlpflichtfach

Der Lehrgang Latein 2 beginnt in der 7. Klasse. Es stehen somit theoretisch vier Schuljahre in der Mittelstufe und maximal drei weitere in der Oberstufe zur Verfügung. Das Latinum wird in Berlin am Ende der Jahrgangsstufe 12 erreicht.

Auch bei Latein ab Klasse 7 erfolgt ein gründlicher , allerdings etwas gestraffter Durchgang durch die lateinische Grammatik. Die Lehrbuchphase schließt gegen Ende der 9. Klasse, sodass auch bei Latein 2 in der Mittelstufe mit der Originallektüre begonnen wird. Es wird hier großer Wert auf Texterschließung und -interpretation gelegt. Die Schüler werden mit der Antike und ihrem Fortleben bis in unsere Zeit vertraut gemacht.

Bei Latein ab Klasse 7 wird auf die erworbenen Englischkenntnisse aus Klasse 5 und 6 aufgebaut. Die Schüler entdecken Funktion und Wirkung von Sprache sowie die Sprachentwicklung vom Lateinischen bis zu den modernen europäischen Sprachen. So wird das Englische verständlicher, und eine später beginnende Fremdsprache wie Französisch oder Spanisch trifft auf ein entwickeltes Sprachbewusstsein.